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    D1 siegt erneut gegen Landesligisten im Verbandspokal

    geschrieben von Anna-Maria Niermann

    Am vergangenen Dienstag begrüßte die erste Damenmannschaft der SV 1845 Esslingen den TSV G.A. Stuttgart 3 in der zweiten Runde des Verbandspokals 2018/2019. In einer spannenden Partie über fünf Sätze siegte die Bezirksligamannschaft erneut gegen einen Landesligisten und erreichen somit Runde 3.

    Nach dem Sieg gegen den Landesligisten SV Remshalden in der ersten Runde des Verbandspokals wussten die Esslingerinnen, dass ihnen in dieser zweiten Runde ein mindestens ebenso versierter und technisch ausgereifter Gegner gegenüberstehen würde. Mit dieser Vermutung sollten sie und Andreas Moeller, der für den erkrankten Trainer Hannes Fulge die Leitung an der Außenlinie übernahm, Recht behalten. Gegen die Gegnerinnen aus Stuttgart galt es nicht nur, die entsprechende spielerische Leistung zu erbringen und die Stimmung hochzuhalten, sondern auch mit der nötigen Portion Selbstbewusstsein aufzutreten. Zumindest die spielerische Leistung betreffend erfüllten die Esslingerinnen zumindest im ersten Satz nahezu die Erwartungen des Trainerstabs: von der Ersatzbank und einigen motivierten Fans, die sich den verdienten Feierabend für die SVE um die Ohren schlugen, angefeuert, begegneten sie den Gästen aus Stuttgart auf Augenhöhe. Regelmäßig wechselte sich die Führung ab, bis die Esslingerinnen kurz vor der Schlussphase in einen kleinen Rückstand gerieten (17:19). Eine taktische Auszeit von Andreas Moeller verlieh die nötige Konzentration, sodass der erste Satz überzeugend mit 25:22 gewonnen werden konnte.

    Im zweiten Satz passte wiederum nichts von dem, was von Andreas Moeller angestrebt wurde: die spielerische Leistung stimmte nicht, von dem nötigen Selbstvertrauen mal ganz zu schweigen. Lediglich die Fans auf der Ersatzbank konnte nichts verstummen lassen, auch nicht die konstante Unachtsamkeit in der Annahme der Mitspielerinnen oder die fehlende Abwehrarbeit, mit der sie im Satz zuvor geglänzt hatten. Schnell gerieten die Gastgeberinnen aus Esslingen in einen Rückstand (6:15). Ab diesem Zeitpunkt nahm Andreas Moeller einige Wechsel vor. Plötzlich fegte ein anderer Wind über das Spielfeld der Esslingerinnen, welcher die Gäste zu einer Auszeit bei 13:21 veranlasste. Daraufhin starteten die SVE eine überzeugende Aufholjagd. Am Ende konnte diese nicht mit einem Satzgewinn belohnt werden (21:25), jedoch tankte die SVE vermeintlich noch einmal Selbstbewusstsein für den dritten Satz.

    Nun kommen wir zum Wörtchen „vermeintlich“. Die Aufholjagd aus dem zweiten Satz konnte im dritten leider von Beginn nicht in einen reibungslosen Spielaufbau münden. Es stimmte einfach gar nichts und die daraufhin erstarkten Gegnerinnen aus Stuttgart nahmen dies zum Anlass, keine Gnade walten zu lassen. Eindeutig und sehr brutal verloren die Damen aus Esslingen den dritten Satz mit 9:25.

    Angesichts des enormen Rückstands zu Beginn des vierten Satzes (3:9), schwankten die Esslingerinnen und auch sicher Andreas Moeller zwischen Verzweiflung und schierer Ratlosigkeit. Die von ihm veranlassten Wechsel lösten zumindest das Problem der Ratlosigkeit: die neue Konstellation brachte neue Ideen und damit eine Geschwindigkeit ein, die dem Spiel und auch dem Potenzial der Mannschaft angemessen war. Das Problem der Verzweiflung löste sich folgendermaßen: Energie bündeln und druff hau’n. Langsam, aber sicher, holten die Esslingerinnen die Gäste aus Stuttgart ein, sodass diese bei einem Spielstand von 22:22 eine Auszeit nahmen. Schon oft hatte die Mannschaft der SVE in  kribbeligen Situationen dieser Art Nervenstärke bewiesen, und so taten sie es auch dieses Mal: der Satz ging mit 25:23 an die Gastgeberinnen aus Esslingen.

    Crunch Time! In einem kurzen fünften Satz gibt es keine Zeit für eine Aufholjagd, die die Esslingerinnen zuletzt gerettet hatte. Dementsprechend bemühten sich beide Mannschaften um eine frühe Führung, was zunächst den Esslingerinnen gelang: bei 7:5 atmete man kurz durch, bei 8:7 wurden die Seiten gewechselt. Kurz danach gerieten die Damen der SVE in einen Rückstand von 8:9. Die Nerven lagen auf beiden Seiten blank. Bei 12:12 vollführten beide Mannschaften einen Doppelwechsel. Beim Spielstand 14:13 hatte Außenangreiferin Henrike Fischer am Aufschlag das Spiel auf der Hand: sie gewann den 15. Punkt mit einem mutigen und scharfen Aufschlag in das gegnerische Feld.

    Damit hatte die erste Damenmannschaft der SV 1845 Esslingen in einem (erneuten) 5-Satz-Spiel die nächste Runde im Verbandspokal erreicht.

     

    Ein besonderer Dank gilt Andreas Moeller, der so kurzfristig für Trainer Hannes Fulge einsprang und mit Ruhe, Taktik, Spielverständnis und einem großen Herzen für seine (ehemaligen) Spielerinnen einen wesentlichen Anteil zu diesem Erfolg beigetragen hat! Ebenso danken wir dem Schiedsgericht, das mal wieder unter der Woche einen Abend opferte um uns zu unterstützen. Vielen Dank!

    Nach dieser „Englischen“ Woche mit zwei Pokalspielen und einem Heimspieltag (alles gewonnen #richtigmega!) freuen sich die Esslingerinnen auf ihr nächstes Auswärtsspiel beim SV Fellbach 2 am 01.12.2018.

     

    Trainer: Andreas Moeller

    Coach auf der Couch: Hannes Fulge

    Es spielten: Ann-Katrin Bührer, Rebekka Dollinger, Tatjana Engelhardt, Henrike Fischer, Lena Mangel, Anna-Maria Niermann, Carina Rebernak, Jana Riegert, Katharina Riegert, Jennifer Schagemann, Didi Topcic

    Weitere Informationen

    • Saison: 2018/2019

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